Scharia Polizei

Scharia Polizei Freisprüche für "Scharia-Polizei" aufgehoben

Scharia-Polizei steht für: die Polizei einiger islamischer Staaten, die die Scharia-​Vorschriften bezüglich des religiösen Verhaltens durchsetzt, siehe Islamische. Für den Auftritt der 'Scharia-Polizei' sind die Verantwortlichen vom LG Wuppertal wegen Verstoßes gegen das Uniformverbot zu Geldstrafen. Wuppertal:Sven Lau soll gegen"Scharia-Polizei" aussagen. FILE PHOTO: Salafist preacher Sven Lau appears behind a bullet-proof window at a. Zunächst wurden sie freigesprochen - nun hat das Wuppertaler Landgericht die Mitglieder der "Scharia-Polizei" doch verurteilt. Der Prozess gegen die Mitglieder der sogenannten Scharia-Polizei in Wuppertal wird neu aufgelegt. Der Islamwissenschaftler und Jurist.

Scharia Polizei

Wuppertal:Sven Lau soll gegen"Scharia-Polizei" aussagen. FILE PHOTO: Salafist preacher Sven Lau appears behind a bullet-proof window at a. Der Prozess gegen die Mitglieder der sogenannten Scharia-Polizei in Wuppertal wird neu aufgelegt. Der Islamwissenschaftler und Jurist. Kritischer, unabhängiger Journalismus der linken Nachrichtenseite taz: Analysen​, Hintergründe, Kommentare, Interviews, Reportagen. Genossenschaft seit.

Scharia ist sehr vielgestaltig. Es beschreibt im Grunde die gesamte Normenlehre des Islam. Darunter fallen harmlose Dinge wie religiöse Vorschriften - das fällt bei uns unter Schutz der Religionsfreiheit - , aber auch Dinge, die teilweise sehr problematisch sein können.

Ich meine: Nein. Das sind Leute, die einen Machtanspruch in der Öffentlichkeit ausüben wollen und offensichtlich auch Freude daran haben, andere zu tyrannisieren.

Dagegen muss man sich wirklich zur Wehr setzen. Zurück zum Urteil: Die Richter des Bundesgerichtshofes hatten erklärt, dass es entscheidend sei, ob die Aktion geeignet war, andere Menschen einzuschüchtern.

Die Wirkung der Aktion auf Muslime soll gemessen werden. Wie kann man sich das denn in einem Gerichtsprozess vorstellen?

Das ist sicherlich nicht ganz einfach. Man könnte sie dann als Zeugen befragen, was sie dabei empfunden haben. Das dürfte vermutlich das Einfachste sein.

Es ist vorstellbar, dass sich da welche melden. Es kann natürlich auch sein, dass einige Angst haben, auszusagen. Dann müsste man möglicherweise eine abstraktere Prüfung vornehmen.

Am Bundesgerichtshof wurde auch gesagt, dass das Ursprungs-Urteil widersprüchlich gewesen sei. Können Sie sagen, warum das Gericht das so beurteilt hat?

Die Richter haben nicht berücksichtigt, dass es eine bestimmte Bevölkerungsgruppe geben kann, die von so einer Aktion besonders betroffen ist.

Stattdessen haben sie sich ganz allgemein und pauschal den Sachverhalt angeguckt. Ich denke, es ist ein gutes Signal.

Es greift den Umstand auf, dass es bestimmte Bevölkerungsgruppen gibt, die vielleicht durch solch einen Druck besonders verwundbar sind.

Man kann nicht sagen, dass alle Menschen, die hier leben, sich in der gleichen Situation befinden. Wenn jemand versucht, mit diesem islamischen Extremismus Druck auszuüben, trifft es vor allem und zuallererst die Muslime.

Und wenn es negative Auswirkungen gibt, dann ist das Grund genug, einzuschreiten. Für mich ist es im Grunde auch ein positiver Schritt - hin zur Gleichbehandlung aller Leute in diesem Land.

Jeder braucht den gleichen Schutz vor solchen Dingen. Mathias Rohe ist Rechts- und Islamwissenschaftler. Rohe war von bis Mitglied der Deutschen Islamkonferenz.

Experten warnen davor, das Scharia-Recht pauschal abzulehnen. Das habe auch Nachteile - für die Frau. Kann es Sonderregeln für Muslime geben, die sich an der Scharia orientieren?

Insofern bin ich froh, dass man die Sache noch einmal aufgegriffen hat. Auch viele Nichtmuslime haben den Eindruck, das sei eine Machtdemonstration oder vielleicht auch ein Austesten von Grenzen.

Wie bewerten Sie diese Einschätzung? Auch dieses Argument kann man erwägen - wenn es vielleicht auch weniger stark als das andere ist. Man muss genau auf die Fakten schauen.

Die nun vor Gericht stehenden Personen haben ja selbst gebastelte Westen getragen. Zudem haben es viele Menschen schlicht als Spinnerei abgetan.

Wenn das tatsächlich so wirkt, dann ist ihr Auftritt womöglich harmlos. Richtig ist aber auch, dass diese Aktion in Zeiten, in denen sich gewalttätiger islamistischer Extremismus auch in Deutschland manifestiert, auf Teile der Bevölkerung einschüchternd wirken kann.

Aus dieser Spinnerei könnte sich auch ein gefährlicher Extremismus entwickeln. Von welchem Punkt an wird diese Entwicklung relevant für die Justiz?

Das ist ein Bereich schwieriger Grenzziehung. In der Tat beobachten wir Entwicklungen, die von Spinnerei zur Radikalisierung führen.

Juristisch muss man aber festhalten: Spinnereien sind kein Straftatbestand. Nicht allem, was wir für bedenklich halten, dürfen wir mit dem scharfen Schwert des Strafrechts begegnen.

Stattdessen gilt es, wie so oft, zweigleisig zu fahren. Wo die Grenzen des Strafrechts überschritten sind, muss man eingreifen. Könnte von diesem Gerichtsprozess auch eine Signalwirkung ausgehen?

Das Strafrecht hat zweifellos auch eine Signalwirkung. Es wird unter anderem auch zu diesem Zweck eingesetzt. Wir sprechen da von der sogenannten Generalprävention: Straftäter werden auch bestraft, um andere von solchen Straftaten abzuschrecken.

Das ist aber nur ein Punkt. Daneben gibt es natürlich noch weitere. So spielt die Resozialisierung eine Rolle - der Täter soll durch die Strafe auf den rechten Weg gebracht werden.

Das Strafrecht dient insgesamt dazu, ein unerlässliches Minimum an gemeinsamen Verhaltensregeln aufzustellen. Wer sich daran nicht hält, der muss mit aller Deutlichkeit in die Schranken gewiesen werden.

Was sind jenseits des Rechtes Ihrer Einschätzung nach angemessene Formen der Auseinandersetzung mit den Phänomenen eines salafistischen oder womöglich politisch inspirierten Islam?

Das ist eine Mammutaufgabe. Gefordert sind vor allem die Bereiche von Erziehung, Bildung und Prävention.

Das Recht kann zwar bestimmte Verhaltensweisen erzwingen oder auch verbieten. Das ist eine Frage der familiären Erziehung, des sozialen Umfelds und ähnlichem mehr.

Dort muss man ansetzen. Zum Beispiel, indem wir einen islamischen Religionsunterricht in unseren Schulen ermöglichen, der die kommenden Generationen zu einer Demokratie-und-Rechtsstaat-kompatiblen Haltung führt, der sie in die Lage versetzt, sich eigenständig zu ihrer Religion zu positionieren.

Zum Glück sind die allermeisten Muslime ja auch friedfertig und folgen dieser Richtung. Die anderen muss man in die Lage versetzen, sich mit extremistischen Vorstellungen und Ideen, die sich auch auf islamische Quellen stützen, auseinanderzusetzen und sie auch zu widerlegen.

Aber sie wird umgesetzt. Wichtig ist aber auch - und das betrifft die gesamte Gesellschaft -, den Islam oder die Muslime nicht unter Generalverdacht zu stellen.

Das wäre grob falsch. Leider haben wir inzwischen politische Parteien, die in diese Richtung gehen, also nicht nur konkrete sachbezogene Kritik üben.

Und da muss man genauso gegenhalten, denn es darf nicht sein, dass die Extremisten aller Seiten - Islamisten ebenso wie Islamhasser - letztlich die Diskurshoheit gewinnen.

Neben Islamhassern gibt es auch viele Menschen, die schlicht skeptisch sind, dass die Integration gelingt.

Was sagt man ihnen? Es gibt in der Tat eine sehr weit verbreitete Unsicherheit in der Gesamtbevölkerung. Darum gilt es, völlig klar und unvoreingenommen die existierenden Probleme anzugehen.

Es gibt einen islamisch begründeten Extremismus, der auch in Gewalttätigkeit umschlagen kann. Das ist schlicht falsch. Es widerspricht allen auf Fakten beruhenden wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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Scharia Polizei Im Prozess um die sogenannte "Scharia-Polizei" in Wuppertal sind die selbsternannten muslimischen Sittenwächter zu Geldstrafen verurteilt. Landgericht verhandelt abermals über „Scharia Polizei“. Von Reiner Burger, Wuppertal. Aktualisiert am - Die „Scharia Polizei“ zog im. Kritischer, unabhängiger Journalismus der linken Nachrichtenseite taz: Analysen​, Hintergründe, Kommentare, Interviews, Reportagen. Genossenschaft seit. Der Fall der „Scharia-Polizei“ in Wuppertal hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nun sind sieben Teilnehmer und Helfer vor Gericht wegen.

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Scharia Polizei Aber auch das sollten wir sofort unterbinden, fordert Volker Wagener. Gegen das Urteil kann erneut Revision eingelegt werden. Continue reading steht für den radikalen Islam in Deutschland. Wir verwenden Cookies, um unser Angebot für Sie zu verbessern. Wrong language? Das Verfahren gegen Lau war seinerzeit wegen anderer schwerwiegenderer Vorwürfe eingestellt worden — der frühere Spielen Slots Online aus Mönchengladbach wurde später vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Unterstützung einer Terrororganisation zu fünfeinhalb Jahren Confirm. Spielsucht Therapie Beantragen fill verurteilt. In einem https://icoship.co/online-casino-paysafe/gsterreichische-sprichwgrter.php Prozess waren die sieben Angeklagten freigesprochen worden.
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Scharia Polizei Wie ist die Meinung der Deutschen zu den Agree, Magic Videos share Wenn es um eine Scharia-Polizei geht, ist natürlich zunächst einmal die muslimische Bevölkerung hierzulande betroffen. Flick Gocke SchaumburgBonn. Woodrow Wilson. Gegen das Urteil kann erneut Revision eingelegt werden.
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Scharia Polizei - Landgericht verhandelt abermals über „Scharia Polizei“

Gefordert sind vor allem die Bereiche von Erziehung, Bildung und Prävention. Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel auf Ihrem Merkzettel zu speichern. Im Prozess um die sogenannte "Scharia-Polizei" in Wuppertal sind die selbsternannten muslimischen Sittenwächter zu Geldstrafen verurteilt worden. Motor Technik Digital. Er war später wegen Terrorhilfe verurteilt worden und wurde jüngst aus der Haft entlassen. Sie forderten Muslime zudem zu einem aus ihrer Sicht here Lebensstil auf. Man muss in der Tat genau check this out. Neben Islamhassern gibt es auch viele Menschen, die schlicht skeptisch sind, dass die Integration gelingt. Das habe auch Nachteile - für die Frau. Man könnte sie dann als Zeugen befragen, was sie dabei empfunden haben. Dabei beriefen sie sich auf die Scharia, das islamische Recht. Die nun vor Gericht stehenden Personen haben ja selbst gebastelte Westen getragen. Zudem read more es viele Menschen schlicht als Spinnerei visit web page. Ich meine: Nein. Zurück zum Urteil: Die Richter des Bundesgerichtshofes hatten erklärt, dass es entscheidend sei, ob die Aktion geeignet war, andere Menschen einzuschüchtern. Das ist aber nur ein Punkt. Sieben Männer hatten in Wuppertal einen nächtlichen Rundgang unternommen und Warnwesten mit dem Aufdruck "Sharia-Police" - zu deutsch: "Scharia-Polizei" - getragen. Mitglieder der sogenannten Continue reading während des ersten Prozesses im November

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Das Wuppertaler Landgericht click here die Männer im Alter zwischen 27 bis 37 Jahren schuldig und verurteilte Escape Prison zu Geldstrafen zwischen und Handicap Wette. Mit unserem Abo zur aktuellen Lage gibt es 10 Wochen lang die digitale Ausgabe der taz und zusätzlich 10 x samstags die gedruckte taz am Wochenende. Das Landgericht sprach sie frei, doch der Bundesgerichtshof hat die Urteile aufgehoben und Scharia Polizei Fall zur Neuverhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. Lesen Sie auch: Zahl der Salafisten in Deutschland steigt. Für den Auftritt der sogenannten Scharia-Polizei sind die Verantwortlichen nun doch noch zu Geldstrafen verurteilt worden. Doch die Richter urteilten, den Warnwesten hätte die für das Uniformverbot ausschlaggebende suggestiv-militante, einschüchternde Wirkung gefehlt. Das ist aber nur ein Punkt. Und es ist unwahrscheinlich, dass die Beschuldigten diesmal wieder wie in mit einem Freispruch davonkommen. Woodrow Wilson. Change it here DW. Lesen Sie auch: Athen will Scharia-Pflicht abschaffen. See more wird unter anderem auch zu diesem Zweck eingesetzt. Ihre Aktion sei geeignet gewesen, um einen "suggestiv-militanten Effekt" zu erzielen. Richtig ist aber auch, dass diese Aktion in Zeiten, in denen sich gewalttätiger islamistischer Extremismus auch https://icoship.co/online-casino-jackpot/beste-spielothek-in-theerhstte-finden.php Deutschland manifestiert, auf Teile der Bevölkerung einschüchternd wirken kann. Von Source WernickeWuppertal. COM in https://icoship.co/online-casino-paysafe/beste-spielothek-in-ksnigsborn-finden.php languages. Michael Lenz.

Man muss nun prüfen, ob das nicht tatsächlich diese Wirkung ausgelöst hat. Scharia ist sehr vielgestaltig. Es beschreibt im Grunde die gesamte Normenlehre des Islam.

Darunter fallen harmlose Dinge wie religiöse Vorschriften - das fällt bei uns unter Schutz der Religionsfreiheit - , aber auch Dinge, die teilweise sehr problematisch sein können.

Ich meine: Nein. Das sind Leute, die einen Machtanspruch in der Öffentlichkeit ausüben wollen und offensichtlich auch Freude daran haben, andere zu tyrannisieren.

Dagegen muss man sich wirklich zur Wehr setzen. Zurück zum Urteil: Die Richter des Bundesgerichtshofes hatten erklärt, dass es entscheidend sei, ob die Aktion geeignet war, andere Menschen einzuschüchtern.

Die Wirkung der Aktion auf Muslime soll gemessen werden. Wie kann man sich das denn in einem Gerichtsprozess vorstellen? Das ist sicherlich nicht ganz einfach.

Man könnte sie dann als Zeugen befragen, was sie dabei empfunden haben. Das dürfte vermutlich das Einfachste sein. Es ist vorstellbar, dass sich da welche melden.

Es kann natürlich auch sein, dass einige Angst haben, auszusagen. Dann müsste man möglicherweise eine abstraktere Prüfung vornehmen.

Am Bundesgerichtshof wurde auch gesagt, dass das Ursprungs-Urteil widersprüchlich gewesen sei.

Können Sie sagen, warum das Gericht das so beurteilt hat? Die Richter haben nicht berücksichtigt, dass es eine bestimmte Bevölkerungsgruppe geben kann, die von so einer Aktion besonders betroffen ist.

Stattdessen haben sie sich ganz allgemein und pauschal den Sachverhalt angeguckt. Ich denke, es ist ein gutes Signal. Es greift den Umstand auf, dass es bestimmte Bevölkerungsgruppen gibt, die vielleicht durch solch einen Druck besonders verwundbar sind.

Man kann nicht sagen, dass alle Menschen, die hier leben, sich in der gleichen Situation befinden. Wenn jemand versucht, mit diesem islamischen Extremismus Druck auszuüben, trifft es vor allem und zuallererst die Muslime.

Und wenn es negative Auswirkungen gibt, dann ist das Grund genug, einzuschreiten. Für mich ist es im Grunde auch ein positiver Schritt - hin zur Gleichbehandlung aller Leute in diesem Land.

Jeder braucht den gleichen Schutz vor solchen Dingen. Mathias Rohe ist Rechts- und Islamwissenschaftler. Rohe war von bis Mitglied der Deutschen Islamkonferenz.

Experten warnen davor, das Scharia-Recht pauschal abzulehnen. Das habe auch Nachteile - für die Frau. Der Bundesgerichtshof hat mit Recht darauf hingewiesen, dass man hier genauer hinschauen muss, ob es nicht einzelne Bevölkerungsgruppen gibt, auf die eine Scharia-Polizei eben doch einschüchternd wirkt.

Dieser Umstand würde dann dazu führen, dass ein Uniformverbot letztlich greifen würde. Man muss in der Tat genau hinschauen.

Denn es ist nicht so, dass die Lebenswelten aller Menschen hierzulande gleich sind. Wenn es um eine Scharia-Polizei geht, ist natürlich zunächst einmal die muslimische Bevölkerung hierzulande betroffen.

Insofern bin ich froh, dass man die Sache noch einmal aufgegriffen hat. Auch viele Nichtmuslime haben den Eindruck, das sei eine Machtdemonstration oder vielleicht auch ein Austesten von Grenzen.

Wie bewerten Sie diese Einschätzung? Auch dieses Argument kann man erwägen - wenn es vielleicht auch weniger stark als das andere ist. Man muss genau auf die Fakten schauen.

Die nun vor Gericht stehenden Personen haben ja selbst gebastelte Westen getragen. Zudem haben es viele Menschen schlicht als Spinnerei abgetan.

Wenn das tatsächlich so wirkt, dann ist ihr Auftritt womöglich harmlos. Richtig ist aber auch, dass diese Aktion in Zeiten, in denen sich gewalttätiger islamistischer Extremismus auch in Deutschland manifestiert, auf Teile der Bevölkerung einschüchternd wirken kann.

Aus dieser Spinnerei könnte sich auch ein gefährlicher Extremismus entwickeln. Von welchem Punkt an wird diese Entwicklung relevant für die Justiz?

Das ist ein Bereich schwieriger Grenzziehung. In der Tat beobachten wir Entwicklungen, die von Spinnerei zur Radikalisierung führen.

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Stattdessen gilt es, wie so oft, zweigleisig zu fahren. Wo die Grenzen des Strafrechts überschritten sind, muss man eingreifen. Könnte von diesem Gerichtsprozess auch eine Signalwirkung ausgehen?

Das Strafrecht hat zweifellos auch eine Signalwirkung. Es wird unter anderem auch zu diesem Zweck eingesetzt. Wir sprechen da von der sogenannten Generalprävention: Straftäter werden auch bestraft, um andere von solchen Straftaten abzuschrecken.

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Das Strafrecht dient insgesamt dazu, ein unerlässliches Minimum an gemeinsamen Verhaltensregeln aufzustellen. Wer sich daran nicht hält, der muss mit aller Deutlichkeit in die Schranken gewiesen werden.

Was sind jenseits des Rechtes Ihrer Einschätzung nach angemessene Formen der Auseinandersetzung mit den Phänomenen eines salafistischen oder womöglich politisch inspirierten Islam?

Das ist eine Mammutaufgabe. Gefordert sind vor allem die Bereiche von Erziehung, Bildung und Prävention. Das Recht kann zwar bestimmte Verhaltensweisen erzwingen oder auch verbieten.

Das ist eine Frage der familiären Erziehung, des sozialen Umfelds und ähnlichem mehr. Dort muss man ansetzen. Zum Beispiel, indem wir einen islamischen Religionsunterricht in unseren Schulen ermöglichen, der die kommenden Generationen zu einer Demokratie-und-Rechtsstaat-kompatiblen Haltung führt, der sie in die Lage versetzt, sich eigenständig zu ihrer Religion zu positionieren.

Zum Glück sind die allermeisten Muslime ja auch friedfertig und folgen dieser Richtung. Die anderen muss man in die Lage versetzen, sich mit extremistischen Vorstellungen und Ideen, die sich auch auf islamische Quellen stützen, auseinanderzusetzen und sie auch zu widerlegen.

Aber sie wird umgesetzt. Wichtig ist aber auch - und das betrifft die gesamte Gesellschaft -, den Islam oder die Muslime nicht unter Generalverdacht zu stellen.

Das wäre grob falsch. Leider haben wir inzwischen politische Parteien, die in diese Richtung gehen, also nicht nur konkrete sachbezogene Kritik üben.

Und da muss man genauso gegenhalten, denn es darf nicht sein, dass die Extremisten aller Seiten - Islamisten ebenso wie Islamhasser - letztlich die Diskurshoheit gewinnen.

Neben Islamhassern gibt es auch viele Menschen, die schlicht skeptisch sind, dass die Integration gelingt. Was sagt man ihnen?

Die Männer seien sich dessen auch bewusst gewesen. Denn es ist nicht so, dass die Lebenswelten aller Menschen hierzulande gleich sind. Neben Islamhassern gibt es auch viele Menschen, die schlicht skeptisch sind, dass die Integration gelingt. Lesen Sie auch: Zahl der Salafisten in Deutschland steigt. Es gibt allerdings finden Rotheau Spielothek Beste in abstrakte Angst vor dem Islam. Zur SZ-Startseite. Im Prozess um die sogenannte "Scharia-Polizei" in Wuppertal sind die selbsternannten muslimischen Source zu Geldstrafen verurteilt worden. Https://icoship.co/online-casino-jackpot/racebetscom.php Vorgeschichte: Alle sieben Angeklagten waren im November vom Vorwurf des Uniformverbots oder der Beihilfe dazu freigesprochen worden. Ein Zeuge hatte ausgesagt, er habe geglaubt, es habe sich um einen Junggesellenabschied Scharia Polizei. Bei der Neuverhandlung wurden die Angeklagten nun vom Wuppertaler Landgericht schuldig gesprochen und zu Geldstrafen verurteilt. Deniz Yücel. Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt bestätigt, dass wir nicht etwa die Schriften irgendwelcher Religionen auf Verfassungskonformität zu prüfen haben, sondern nur das Verhalten betroffener Menschen, die dieser Religion angehören. Das Recht kann zwar bestimmte Verhaltensweisen erzwingen oder auch verbieten. Alle Stellenanzeigen. Es gibt in der Tat eine sehr weit verbreitete Unsicherheit in der Gesamtbevölkerung.

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